EQUAL PAY DAY am 18.03.2017

„Ein Mann ist keine Altersvorsorge“

Veranstaltung der Stadt Ingolstadt mit Helma Sick im Herzogskasten Ingolstadt

 


Der Equal Pay Day markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. In Deutschland wird er heuer am 18. März begangen. Das heißt, rein rechnerisch arbeiten Frauen in Deutschland von Jahresbeginn bis zu diesem Tag „umsonst“ – erst nach dem 18. März sind die Einkommen gleich. 
In Deutschland gibt es den Equal Pay Day seit 2008. Damals wurde er am 15. April begangen. Das bedeutet, die Einkommensunterschiede sind nicht mehr so groß wie noch vor neun Jahren, dennoch fehlen immer noch 77 Tage bis eine gleiche Bezahlung erreicht wäre.

Es gibt vielfältige Gründe, warum Frauen ein geringeres Gehalt als Männer beziehen. Primär handelt es sich nicht um diskriminierendes Verhalten der Arbeitgeber, in tarifgebundenen Berufen werden Männer und Frauen gleich eingestuft. Allerdings entscheiden sich Frauen häufiger für Berufe im sozialen Sektor. Diese Tätigkeiten sind meistens schlechter bezahlt als vergleichbare Berufe im technischen Bereich. 
Außerdem arbeiten Frauen häufiger in Teilzeit als Männer oder wegen Kindern und Haushalt nur in einem Minijob. Deshalb erhalten sie weniger Rente, sind abhängig von ihrem Partner und zahlen bei Scheidungen drauf.

 

„Ein Mann ist keine Altersvorsorge“

 

Aus Anlass des Equal Pay Day gibt es am Dienstag, 21. März, um 19 Uhr, in der Stadtbücherei im Herzogskasten eine Lesung und anschließende Diskussion mit Helma Sick, Gründerin und Inhaberin des Beratungsunternehmens „frau und geld“ und Autorin des Buches „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“. 
Sie räumt darin auf mit Illusionen, Vorurteilen und falschen Anreizen. An konkreten Beispielen wird dargestellt, was überholte Rollenvorstellungen im Leben von Frauen anrichten können – und was die Politik, aber auch die Frauen selbst dagegen tun können. 

 


Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist notwendig per Mail an bayernforum@fes.de oder per Fax an die Nummer 089 515552-44

An dem Abend wird außerdem die Wanderausstellung „Minijob? Da geht noch mehr!“ der Bundesagentur für Arbeit zu sehen sein. Die Ausstellung ist vom 20. bis 24. März tagsüber im Sozialen Rathaus, Adolf-Kolping-Straße 10, zu sehen.



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